Wird der Auspuff bald überflüssig?

Wenn man sich die neuesten Entwicklungen auf dem Automarkt ansieht, könnte man glatt denken, dass die ganzen neuen Hybrid- und Elektrofahrzeuge, den herkömmlichen Verbrennungsmotor und damit auch dessen Auspuff überflüssig machen. In der Praxis sieht das ganze zum Glück noch etwas anders aus.

Bisher gelingt es den Herstellern nämlich noch nicht, vollkommen emmisionsfreie Autos herzustellen, und auch wenn die Reichweite des Wagen mehrs als 100 km betragen soll, werden im Regelfall auch weiterhin Verbrennungsmotoren benötigt. Außerdem muss der Strom, der Elektoautos antreibt, erst einmal hergestellt werden, und dies geschieht normalerweise nicht ohne CO2-Ausstoß. Der Elektro-Smart benötigt 12 kWh auf einer Strecke von 100 km. Um diese Energie zu gewinnen, erzeugt man einen CO2 -Ausstoß von 70 g/km. Wenn man auf Atomstrom verzichten will, sind es sogar 107 g/km. Wenn man in Betracht nimmt, dass ein Diesel-Smart auf der selben Strecke 3,3 Liter Sprit verbraucht und 86 g CO2 aus seinem Auspuff bläst, merkt man, dass der Elektroantrieb, doch gar nicht so viel bessere Werte zu bieten hat.

Die Zeitschrift „Auto, Motor, Sport“ hat Hybrid-Fahrzeuge, die mit einem kombinierten Verbrennungs- und Elektromotor angetrieben werden, auf ihren Schadstoffausstoß untersucht, und festgestellt, dass auch diese Fahrzeuge nicht immer halten was sie versprechen. Die Redaktion hat den verbrauchsoptimierten Golf TDI Blue Motion gegen den Toyota Auris mit Hybridantrieb antreten lassen – und der Golf hat gewonnen. Experten sagen zwar, dass der Hybrid, dank seiner Rekuperation (Rückgewinnung der Bremsenergie) in der Stadt besser abschneiden müsste, doch der Test hat das Gegenteil bewiesen.

Aus diesen Gründen dürften auch weiterhin Verbrennungsmotoren eingesetzt werden. Dadurch bleibt uns auch der Auspuff weiter erhalten.

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